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Foto: pfarrbriefservice.de

docxEvangelium nach Matthäus (14, 13 - 21) >>>

Predigt zum 18. Sonntag im Jahreskreis

Die Wunder Jesu sind kein Selbstzweck. Sie haben auch nicht die Aufgabe Aufsehen zu erregen und die Leute auf Jesu Seite zu bringen. Im Gegenteil, oft geschehen die Wunder abseits und Jesus verbietet darüber zu reden.

Die Wunder Jesu verweisen auf das, was Gott uns Menschen gönnt, und was wirklich wichtig ist im Leben. Wenn Jesus Blinden die Augen öffnet, dann auch, damit sie mit ihrem Herzen die Liebe Gottes erkennen können. Wenn Taube wieder hören, dann auch, um die frohmachende Botschaft zu empfangen. Verstummte sollen von Gott erzählen und Aussätzige zu gleichberechtigten und angenommenen Menschen erklärt werden.

Hier im Evangelium werden die Menschen einfach nur körperlich satt. Worauf verweist das?

Foto: pfarrbriefservice.de

docxEvangelium nach Matthäus (13, 44 - 46) >>>

Predigt zum 17. Sonntag im Jahreskreis

Es gibt viele Märchen und unzählige Witze über diese Situation: eine Person bekommt von einer Fee oder einem Flaschengeist drei Wünsche frei. Meistens ist die Person dann völlig überfordert, und wünscht sich immer das Falsche, so dass er am Ende sogar schlechter da steht als vorher. Die Chance, sich mit den Wünschen ein besseres Leben oder eine bessere Welt zu bauen, ist dahin.

König Salomo bekommt von Gott nur einen Wunsch frei. Und Salomo nutzt seine Chance und wünscht sich - statt irgendwelcher nichtiger Dinge - Weisheit. Eigentlich seltsam, zeigt doch genau dieser Wunsch, dass er da schon ziemlich klug und weise war. Aber es reicht ihm nicht, er ahnt, dass mehr möglich ist, und dass er dieses "mehr" unbedingt haben will.

Bildstock am Wartturm (Foto: Christina Geißendörfer)

docxEvangelium nach Matthäus (13, 24 - 30) >>>

Predigt zum 16. Sonntag im Jahreskreis

"Der Klügere gibt nach!", lautet ein Sprichwort, dass auch gerne in der Kindererziehung benutzt wird. Gemeint ist natürlich, dass man nicht immer auf seinem Standpunkt beharren muss, sondern dass es auch ein Anzeichen von Intelligenz sein kann, dem Gegenüber entgegen zu kommen, selbst, wenn man objektiv recht hat. Denn wenn keiner die Bereitschaft hat nach zu geben, dann führt das zu verhärteten Fronten und der Konflikt bleibt ungelöst.

Wie jedes Sprichwort ist auch "Der Klügere gibt nach!" nicht allgemeingültig auf jede Situation anzuwenden. Grober Ungerechtigkeit, Rassismus und Populismus sollte man unnachgiebig entgegentreten.

Apostel Paulus (Foto: pfarrbriefservice.de)

docx Lesung aus dem Brief an die Römer (8, 18 - 23) >>>

Predigt zum 15. Sonntag im Jahreskreis

In seinem Römerbrief schreibt der Apostel Paulus auch einige Trostworte und Aufrufe standhaft zu bleiben in den Bedrängnissen der Zeit. Worin die Bedrängnisse für die christliche Gemeinde in Rom lagen, wissen wir nicht. Christenverfolgungen gab es damals noch nicht. Vielleicht fühlte sich die Gemeinde einfach nur dadurch bedrängt, dass in Rom ein Umfeld herrschte, dass es dem christlichen Glauben ziemlich schwer machte. Rom war die Hauptstadt, politische Intrigen, Korruption und Machtkämpfe waren an der Tagesordnung. Rom war die Stadt von Luxus und Ausschweifung und pompöser, aber auch grausamer Zirkusspiele. Rom war aber auch ein Moloch von Kriminalität, Arbeitslosigkeit und riesigen Armenvierteln. Christliche Werte wie Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Friedfertigkeit waren Fremdworte, außer für die, die die Sehnsucht nach Veränderung spürten, und die deshalb offen waren für die neue Lehre Jesu.

Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan - Kirche St. Georg/Baldersheim (Foto: Christina Geißendörfer)

docxLesung aus dem Hebräerbrief (13, 1 - 8) >>>

Predigt zum Hochfest der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan

Zum Helden wird man nicht daheim. In vielen Epen, Mythen und Sagen werden die Taten als Heldenreise erzählt. Der Held verlässt die Heimat, freiwillig oder gezwungen und begegnet in der Ferne Prüfungen und Bewährungsproben, die erst die Heldentaten ermöglichen. Die Liste ist unendlich: die Argonauten, Odysseus, Siegfried, die Ritter der Tafelrunde, Robin Hood, Winnetou und Old Shatterhand, auch die Helden vom Herrn der Ringe, Krieg der Sterne oder Harry Potter. Sie alle hätten nichts nennenswertes erlebt und nichts bewundernswertes vollbracht, wenn sie nicht hinausgezogen wären in die abenteuerliche Fremde.

Foto: pfarrbriefservice.de

Predigt zum 13. Sonntag im Jahreskreis

docxLesung aus dem Zweiten Buch der Könige (4, 8 - 16) >>>

In unserer Bibel gibt eine ganze Reihe von Geschichten, in denen Gott seinen Dienern Nachkommen verheißt. Abraham und Sarah bekommen dieses Versprechen, obwohl sie für Kinder eigentlich zu alt sind, genauso, wie später Hanna, die die Mutter Samuels wird. Die Geburt Simsons wird von einem Engel angekündigt, ganz ähnlich wie die Geburt Johannes des Täufers oder natürlich auch die Geburt Jesu durch Maria. Und immer ist mit diesen Kindern der Eingriff Gottes in die Geschichte seines Volkes verbunden, mit den Neugeborenen beginnt auch eine neue Zukunft.

In unserer Geschichte mit dem Propheten Elischa ist es etwas anders. Das Kind, das er verheißt, wird nicht wichtig werden, wir werden nicht mal seinen Namen erfahren. Hier ist das Kind einfach die Belohnung für die äußerst großzügige Gastfreundschaft der vornehmen Frau. Und für sie ist das Kind natürlich wichtig, es sichert ihrer Familie die Zukunft.

Foto: pfarrbriefservice.de

Predigt zum 12. Sonntag im Jahreskreis

docxEvangelium nach Matthäus 10, 26 - 32 >>>

"Fürchtet euch nicht!", ist der häufigste Satz in der Bibel, und in unserem Evangelium benutzt ihn Jesus drei Mal! Furcht an sich ist etwas Wichtiges, wenn es sich auf etwas Konkretes bezieht: Furcht hilft uns, nicht leichtsinnig zu werden, sondern Gefahren zu erkennen und abzuschätzen, und uns so vor Verletzungen oder Schlimmerem zu schützen.

Problematisch wird Furcht dann, wenn sie sich auf unkonkrete, diffuse Ängste stützt, auf Gerüchte oder Verdächtigungen. Zum Beispiel die Furcht vor der "Islamisierung des Abendlandes", oder auch die Furcht, dass die Regierung die derzeitigen Beschränkungen weiterführen wird um uns unserer Rechte zu berauben, oder die Furcht, dass in einem zukünftigen Impfstoff irgendetwas drin ist, was die Menschen gefügig machen wird. Solche Ängste schützen nicht, sie schaden und machen unfrei.

Foto: pfarrbriefservice.de

Predigt zum 11. Sonntag im Jahreskreis

docxLesung aus dem Buch Exodus 19, 2 - 6 >>>

"Ihr sollt mir als ein Reich von Priestern und heiliges Volk gehören", sagt Gott zu den Israeliten. Das klingt nach einer gewaltigen Überforderung, und die gesamte Geschichte Israels erzählt, wie das Volk vor diesem Anspruch ständig versagte. Immer wieder wurden die Leute in ihrer Beziehung zu Gott untreu und die Führer und Hirten des Volkes kümmerten sich zuviel um sich selbst. Das Ergebnis hat dann Jesus vor Augen: Menschen, die müde und erschöpft sind, wie Schafe, die keinen Hirten haben.

Und was macht Jesus? Er setzt die Apostel ein und gibt ihnen den Auftrag Kranke zu heilen, Aussätzige rein zu machen und Dämonen auszutreiben. Klingt auch nach Überforderung.

Foto: Tabea Neckermann

Predigt zum Dreifaltigkeitssonntag

docxEvangelium nach Johannes 3, 16 - 18 >>>

Vielen Menschen fällt es schwer, über ihren Glauben zu sprechen. Zum einen ist es doch etwas sehr persönliches. Wie man glaubt und wie der Glaube den Alltag beeinflusst, das ist etwas, was doch auch die intimste Privatsphäre berührt. Und zum anderen: viele scheuen sich über den Glauben zu sprechen, weil sie meinen, dass sie einfach zu wenig Wissen haben. Wenn man über ein Kochrezept spricht, oder Gartenpflege oder Fahrradreparaturen, dann steckt dahinter konkrete Erfahrung und Fachwissen. Beim Glauben muss man sich eher begnügen mit "Ich denke mir halt" oder "ich stell mir's halt so vor". Deshalb bevorzugen es fundamentalistische Gruppierungen ihren Mitgliedern feste Glaubenssätze einzutrichtern, über die man nicht nachdenken oder diskutieren darf.

Dabei ist unsere Religion durch Nachdenken entstanden. Schon die alten semitischen Nomadenstämme dachten über ihre Welt und ihr Leben nach und entdeckten sich als von Gott geführt und begleitet. Die Propheten und Weisheitslehrer beobachteten das Treiben im Königreich Israel und prangerten im Namen Gottes Ungerechtigkeit und Ausbeutung an. Und im babylonischen Exil mussten die Gelehrten darüber nachdenken, wie es überhaupt zu so einer Katastrophe kommen und wie Gott das zulassen konnte, und erst diese Zeit des Nachdenkens führte zu der Form des Judentums, das bis Jesus Christus Bestand hatte.

Foto: pfarrbriefservice.de

Predigt zum Pfingstfest

Hinweis: In der nächsten Zeit finden Sie hier meine Predigten zu den Sonn- und Feiertagen. Wer die Gottesdienste besucht, sollte sich das also nicht vorher durchlesen. Die Veröffentlichung der Predigten kann sich manchmal auch verzögern.

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