PG Aub
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Empfehlungen der bayerischen Generalvikare
zur Feier öffentlicher Gottesdienste ab 3. April 2022


Die bayerische Staatsregierung hat zum 3. April 2022 alle für die Feier öffentlicher Gottesdienste
relevanten Vorgaben zum Schutz vor einer Corona-Infektion aufgehoben. Es gibt seitens des
Staates nur noch allgemeine Empfehlungen zum Infektionsschutz.
Damit ist den Kirchen aufgetragen, auch für die Feier der Gottesdienste in verantwortungsvoller
Weise die bisher getroffenen Maßnahmen zurückzufahren.
Alle bisher in diözesanen Rahmenbedingungen zur Feier öffentlicher Gottesdienste festgelegten
Beschränkungen fallen deshalb zum 3. April 2022 weg. An deren Stelle treten folgende
Empfehlungen, um angesichts des Infektionsschutzgeschehens auch weiterhin verantwortlich zu
handeln und insbesondere Rücksicht auf Risikogruppen zu nehmen:

Masken
Bei Gottesdiensten im Innenraum ist das Tragen einer FFP2-Maske empfohlen. Dies gilt
besonders für den Gemeindegesang. Nimmt nur eine kleinere Zahl an Gläubigen am
Gottesdienst teil und werden große Abstände (mehr als 1,5 Meter) gewahrt, kann von dieser
Empfehlung abgesehen werden.


Höchstteilnehmerzahl
Es wird keine Höchstteilnehmerzahl festgelegt. Die Markierung von Sitzplätzen und die
Sperrung von Bänken entfallen. Anmeldeverfahren mit Blick auf die Corona-Pandemie haben
keine Rechtsgrundlage mehr und entfallen daher.


Ordnerdienst
Die Mithilfe von Ordnern kann weiterhin hilfreich sein. Sie können den Gläubigen Hinweise
geben. Jedoch appellieren die hier gegebenen Empfehlungen vor allem an die
Eigenverantwortung der Gläubigen. Diese ist zu respektieren.


Teilnehmerkreis
An Corona erkrankte oder positiv getestete Personen können nicht an Gottesdiensten
teilnehmen.


Eucharistiefeier - Hochgebet
Die eucharistischen Gaben sind während des Hochgebetes abgedeckt. Die Abdeckung wird
nur für die Wandlungsworte weggenommen.


Friedensgruß
Der Friedensgruß durch Handreichung oder Umarmung unterbleibt.


Kommunionspendung
Zum Empfang der Kommunion kommen die Gläubigen von ihren Plätzen zum Ort der
Kommunionspendung. Eine Kommunionspendung am Platz der Gläubigen wird nur noch für
Personen vorgesehen, die wegen einer Behinderung ihren Platz nicht verlassen können.
Vor der Kommunionspendung legen die Kommunionspender die Maske an und desinfizieren
sich die Hände.
Die Spendeformel wird gesprochen.
Empfehlungen der bayerischen Generalvikare zur Feier öffentlicher Gottesdienste S. 2
Die Kommunionausteilung unter beiderlei Gestalten kann ggf. durch Intinktion (Eintauchen der
Hostie in den Kelch) erfolgen. Eine Kommunionausteilung unter beiderlei Gestalten an die
gesamte Gemeinde wird nicht empfohlen.
Die Mundkommunion erfolgt am Ende der Kommunionausteilung.


Weihwasser
An Ostern wird das Osterwasser gesegnet. Die Weihwasserbecken werden ab Ostern wieder
gefüllt. An den Weihwasserbecken werden Desinfektionsmittelspender aufgestellt, damit sich
die Gläubigen die Hände desinfizieren können, bevor sie Weihwasser nehmen.


Taufe, Firmung, Krankensalbung
Die jeweiligen Spender legen vor den Riten, bei denen sie die Empfänger des Sakraments
berühren, die Maske an und desinfizieren sich die Hände.


Beichte
Die Beichte im Beichtstuhl ist möglich. Das Tragen der FFP2-Maske wird für Beichtvater und
Beichtende empfohlen, da in der Regel im Beichtstuhl nicht ausreichend Abstand gehalten
werden kann.


Reinigen und Lüften
Es wird empfohlen, die Kirche nach dem Gottesdienst zu lüften.
Die Reinigung der Bänke nach jedem Gottesdienst ist nicht erforderlich.
Liturgische Gefäße sind zu reinigen, aber nicht zu desinfizieren.


Kirchenmusik
Mitglieder von Vokal- oder Instrumentalensembles sollten beim Musizieren einen Abstand von
1,5 Metern zueinander und zu Gottesdienstbesuchern einhalten. Beim Musizieren und Singen
gilt für Ensemble- und Chormitglieder keine Maskenempfehlung.


Wallfahrten und Prozessionen
Für Wallfahrten und Prozessionen gibt es über die hier gegebenen Empfehlungen hinaus
keine Einschränkungen.


Die bayerischen Generalvikare appellieren an alle Zelebranten, Leiterinnen und Leiter von Wort-Gottes-Feiern, weitere Mitwirkende in der Liturgie und alle Verantwortlichen in den
Kirchenverwaltungen, diese bayernweiten Empfehlungen vor Ort umzusetzen und keine
Sonderregelungen zu erlassen. Alle Gläubigen sollen auf der Basis dieser Empfehlungen in allen
Kirchen den gleichen Zugang zu den Gottesdiensten haben.


Würzburg, 1. April 2022


Für die Diözese Würzburg


gez. Dr. Jürgen Vorndran
Generalvikar

 

Was heißt das für unsere Pfarreiengemeinschaft?


Bei unserer Gegend sind die Infektionszahlen beachtlich hoch, jeder von Ihnen kennt Menschen, die sich in letzter Zeit angesteckt haben. Auch bei Gesprächen mit den Verantwortlichen in den Pfarrgemeinderäten habe ich gemerkt, dass die Begeisterung alle Regeln fallen zu lassen, nicht besonders ausgeprägt ist. Deshalb werden wir die Sperrungen der Bänke erst nach und nach aufheben. Haben Sie bitte weiterhin eine Maske im Gottesdienst dabei, um sich oder Ihren Sitznachbarn zu schützen, wenn es eng wird. Bewahren Sie Umsicht und Rücksicht, denn dass Regeln fallen heißt nicht, dass der Anlass zur Vorsicht einfach verschwunden ist!

Pfarrer Gregor Sauer

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