PG Aub

40 Jahre lang war das Volk Israel in der Wüste unterwegs, um das gelobte Land zu erreichen. Das war keine einfache Zeit, und immer wieder kam es zu Mutlosigkeit und Zweifel. Nur nach und nach wuchs das Vertrauen, wirklich auf dem richtigen Weg zu sein, und dass Gott selbst als Begleiter mit ihnen ging. Unsere 40 Tage der Fastenzeit können diesem Weg ähneln, haben aber eine andere Reise im Blick. Die Evangelien schildern das öffentliche Wirken Jesu als Wanderung von Galiläa nach Jerusalem. Äußerlich ein Pilgerweg mit dem Ziel in der heiligen Stadt das Paschafest zu feiern. Für Jesus aber auch der Weg in die Konfrontation mit den Mächtigen und damit auch zu Gericht, Leiden und Tod. Und jeder, der ihm auf diesem Weg begegnet ist, stand vor der Entscheidung, seine Botschaft anzunehmen oder abzulehnen.

 

An diesem und an jedem Ende
segne du uns, Gott der Wende,
segne uns mit Geisteskraft,
die den Frieden in uns schafft!
 
An diesem und an jedem Ort
segne du uns, Gott im Wort,
segne uns in Fleisch und Blut,
dass deine Liebe in uns ruht!

"Das Geschenk des Lebens"

Was ist eigentlich damals in Bethlehem so Besonderes geschehen, dass wir es 2000 Jahre später immer noch feiern? Was war denn so aufregend, dass die Geschichte heute noch verkündet wird und wir sie zum Anlass nehmen für Baum schmücken, Lieder singen und Geschenke überreichen?

Die Antwort kennen wir alle: ein Kind wurde geboren, so wie es unzählige Male davor und unzählige Male danach geschehen ist. Nicht mehr und nicht weniger. Doch so normal das erscheinen mag, so wunderbar ist es auch: ein Mensch tritt ins Leben.

Einen Stern setzen

über deine Erinnerungen,

dein Haus, dein Tun,

deinen Weg, ins Herz.

 

 Perspektivwechsel

 

 Advent heißt Warten

Nein, die Warheit ist

Dass der Advent nur laut und schrill ist

Ich glaube nicht

Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann

Dass ich den Weg nach innen finde

Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt

Wenn ringsum nur Dunkel,

wenn Hoffnung erloschen und Glaube und Liebe kein Feuer mehr sind:

Bringt, Christen, ein Licht von der Freude

und sagt allen Meschen, dass immer ein Funke der Herrlichkeit Gottes die Erde erhellt.

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